Schonzeit für Schwarzwild soll aufgehoben werden

12. März 2017 | Von | Kategorie: Aktuell, Duingen, Duingen, Capellenhagen, Fölziehausen, Sonstiges, Veranstaltungen, Vereine

20170224_192405-1 (2)Schwarzwild sorgt für große Schäden

Hegering Duingen zieht Bilanz / Ehrungen für lange Mitgliedschaft

Duingen (gök). Der Pöttjerkrug in Duingen war sehr gut gefüllt. Jürgen Schmidt durfte als Vorsitzender des Hegerings Duingen bei der Jahreshauptversammlung etliche Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft ehren. Ihre Urkunden für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten vor Ort Stefan Detter, Jürgen Bock und Thomas Glöckner. Die Ehrungen für die abwesenden Lars Buhmann, Jörg Obenauer und Dr. Matthias Wosnitza werden vom Vorstand nachgeholt. Neu aufgenommen in den Hegering wurden zudem Daniel Rossdeutscher, David Daniel und Ruben Steins. Vor der Sitzung des Hegerings wurde bei der Sitzung der Hegegemeinschaft von Schmidt erklärt, dass durch die Erfüllung des dreijährigen Rehwildabschussplans der Bestand geschont und auch gesichert wurde. Bedenken äußerte er nur bei der Fallwildquote von 18 Prozent, die er für etwas zu hoch hält. Damit nicht weiterhin knapp ein Fünftel des Rehwildes dem öffentlichen Verkehr zum Opfer fällt, sollen noch mehr Wildreflektoren am Straßenrand angebracht werden. Im Gespräch ist dazu etwa die Bundesstraße 240 zwischen Weenzen und Capellenhagen, da diese dort durch Waldgebiet führt. „Wir hoffen auch, dass sich dadurch die Verkehrssicherheit bei uns im Gebiet noch weiter erhöht“, erklärt Schmidt im Gespräch. Die Volksbank Seesen hat bereits signalisiert, dass sie die Ausstattung der Region mit Wildreflektoren finanziell unterstützen würde.

Viele Schäden hat in der Vergangenheit das Schwarzwild verursacht, weshalb die Schonzeit ausgesetzt wird. Von der Jagd sind dann nur noch führende Bachen verschont. Ebenfalls große Schäden hat die Grau- und Nilgans besonders im Bereich Banteln verursacht, weshalb nun auch für den Bereich des Hegerings Duingen der Beginn der Schonzeit erst für den 1. April beantragt wurde, wodurch man die Graugans dann noch etwas länger jagen dürfte. Die Tiere überwintern mittlerweile sehr oft in der Region, wodurch die Schäden immer größer werden. Hauke Bruns vom Forstamt Grünenplan zeigte in der Sitzung auch die Abschussquoten des gesamten Forstamtbereiches auf.

Hegeringleiter Jürgen Schmidt schulte die Anwesenden auch noch zu jagdpolitischen Themen. Insbesondere die Aufhebung des Verbotes von Schallminderern, der Umstieg auf bleifreie Munition sowie die Einführung des Schießübungsnachweises wurden thematisiert. Thorsten Beiße lobte zudem die gute Teilnahme bei den erforderlichen Schießübungen. Positiv stellte sich auch die Öffentlichkeitsarbeit da. Anne Möller lobte die Jäger, die sich bei den Veranstaltungen wie Ferienpass, Lernort Natur und den KiGa-Besuchen im Wisentgehege gut einbrachten.

 

Foto: Stefan Detter, Jürgen Bock, Thomas Glöckner, Jürgen Schmidt und Ralf Dorn

 

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