Als Salzburger Protestanten durch Hemmendorf kamen

9. April 2017 | Von | Kategorie: Aktuell, Hemmendorf, Salzhemmendorf, Sonstiges, Veranstaltungen, Vereine

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Autorenlesung am 28. April im Dorfgemeinschaftshaus Hemmendorf

Hemmendorf (gök). Brigitte Günther hatte in ihrem Leben selber keine Kontakte nach Hemmendorf. Erst bei Nachforschungen über ihre eigene Familiengeschichte stolperte die Frau aus dem Allgäu über den kleinen Ort an der Bundesstraße 1 im Flecken Salzhemmendorf.

Die familiären Wurzeln der Frau liegen im Salzburger Land, wo das Leben nicht immer einfach war. Unvorstellbare Qualen mussten dort Lutheraner in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter Bischof Firmian dort über sich ergehen lassen. Wer sich in der Zeit dort weigerte, den katholischen Glauben anzunehmen, kam in den Kerker, erlitt Folter, Hunger und Durst. Als sich die Protestanten auch dadurch nicht von ihrem Glauben abbringen ließen, ordnete er ihre endgültige Vertreibung an. Kinder unter zwölf Jahren mussten zurückgelassen werden und wurden in katholischen Familien und Klöstern umerzogen. Über 20 000 Menschen mussten das Land schließlich verlassen.

Die eigene Ahnenforschung führte Brigitte Günther nun auch nach Hemmendorf, wo sie die Spur der Salzburger Protestanten aufnahm. Eine Fülle von Informationen wurde schließlich der Grundstock für den Roman „Euch ein neues Vaterland“, den Brigitte Günther am Freitag, den 28. April um 19 Uhr im Hemmendorfer Dorfgemeinschaftshaus vorstellen und daraus vorlesen wird. Die Autorenlesung ist die Auftaktvorstellung im Jubiläumsjahr der Kulturgemeinschaft, der noch einige Veranstaltungen folgen werden.

 

Foto: Der Vorstand der Hemmendorfer Kulturgemeinschaft freut sich schon auf die Autorenlesung Ende April

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